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Podiumsgespräch in Washington (Photo:Adriana Borra)Podiumsgespräch in Washington (Photo:Adriana Borra)Während einer Woche im Oktober organisierte Initiativen der Veränderung USA gemeinsam mit verschiedenen Partnerorganisationen in Washington eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema „Der Faktor Vertrauen“. Mary Ella Keblusek berichtete ausführlich darüber in „Global Update“. Hier sind einige Ausschnitte aus ihrer Reportage.

„Vor einem Jahr, als wir unser Projekt starteten, konnten wir nicht wissen, wie aktuell das Thema und der Ort unserer Veranstaltungsreihe sein würden“, sagt Rob Corcoran, Leiter von Initiativen der Veränderung USA. „Die Lähmung der Regierung, der Zusammenbruch des Finanzsystems und das weltweite Chaos liessen die über hundert Teilnehmer die Dringlichkeit der mit unseren Veranstaltungen angesprochenen Thematik spüren.“

Bei „The Trust Factor“ (Der Faktor Vertrauen) handelte es sich um eine Woche mit Podiumsdiskussionen, Dialogen, Workshops und anderen Veranstaltungen, die im Oktober an verschiedenen Orten in Washington stattfanden. Ziel der Woche war es, mehr darüber zu erfahren, welche Rolle der Faktor Vertrauen in der Politik, in der Wirtschaft, in den interkulturellen und interreligiösen Beziehungen spielt. Die Reihe war von Anfang an vom partnerschaftlichen Geist geprägt, der zwischen den zehn veranstaltenden Organisationen, die auf lokaler, nationaler oder globaler Ebene tätig sind, herrschte.

Ein Höhepunkt der Woche war die Preisverleihung an vier „Vertrauensvorbilder“, die vom australischen Botschafter Kim Beazley geehrt wurden. Beazley unterstrich in seiner Rede: „Unsere Gesellschaften sind bereit, auf Menschen zu hören, die ihre Führungsaufgabe mit Bescheidenheit erfüllen, den anderen zuhören und auf ihr Gewissen hören.“

PreisträgerInnen der "Trust Factor Awards" (Photo: Karen Elliott Greisdorf)PreisträgerInnen der "Trust Factor Awards" (Photo: Karen Elliott Greisdorf)Unter den Preisträgern war Terry Flood, Mitbegründerin und Direktorin von „Jubilee Jobs“, einer Organisation, die Vertrauen über ökonomische Gräben hinweg bildet, indem sie bislang über 22000 Personen aus der Region Washington dabei geholfen hat, eine Arbeit und damit wirtschaftliche Unabhängigkeit zu finden. Oder Gail Christopher, stellvertretende Programmdirektorin der Kellog-Stiftung, die ihre Organisation dazu bewegt hat, gegen Rassismus und Ungleichheit vorzugehen.

Zwei Vertreter des „International Center for Religion and Diplomacy“ (Internationales Zentrum für Religion und Diplomatie, ICRD) wurden ebenfalls ausgezeichnet: Douglas Johnston, Gründer und Präsident, und Azhar Hussain, Vizepräsident. Das ICRD trägt dazu bei, dass die Akteure der US-amerikanischen Aussenpolitik erkennen, wie wichtig es bei diplomatischen Aktivitäten ist, den Glauben anderer Kulturen zu verstehen und zu respektieren.

Workshop-Teilnehmer (Photo: Adriana Borra)Workshop-Teilnehmer (Photo: Adriana Borra)Zwei Veranstaltungen waren den Problemen des Finanzsystems gewidmet. Lester Myers, Anwalt, Buchhaltungsexperte, Professor an der Georgetown University in Washington und Mitglied des Caux Round Table, sprach von einer enormen Vertrauenskrise auf praktischen allen Ebenen: Banken, Kreditnehmer, Regulatoren, Unternehmensführer, Kreditanstalten, Politiker, Juristen, Buchprüfer, Medien: „Jede Gruppe verfolgte ihre eigenen Ziele, ohne die Folgen ihres Tuns für andere zu beachten.“ Bei einer Podiumsdiskussion über sozial verträgliche Investitionen wurde klar, dass jeder Einzelne sehr viel mehr ökonomische Macht hat, als man sich das normalerweise vorstellt. Die Redner ermutigten das Publikum, bei der Wahl einer Bank oder eines Investors besonders vorsichtig zu sein: Man könne sein Geld auch in lokale Unternehmen investieren, statt in anonyme Projekte irgendwo auf der Welt, bei denen man kaum je einen wirklichen Überblick habe.

Ein Workshop, der vom Programm „Hope in the Cities“ von Initiativen der Veränderung USA organisiert wurde, stellte Mittel und Wege vor, wie Vertrauen zwischen Angehörigen verschiedener Rassen gebildet werden kann. Die Workshopteilnehmer beschäftigten sich mit der Herausforderung des Aufbaus einer Umgebung, in der Wahrheiten, die auch verletzten können, ausgesprochen werden können.

Der letzte Tag war der Frage gewidmet, welche Rolle jeder Einzelne spielen kann bei der Schaffung eines Klimas des Vertrauens im öffentlichen Leben. Mee Moua, ehemalige Senatorin, forderte das Publikum dazu auf, sich in Erinnerung zu rufen, dass die gewählten PolitikerInnen auch nur Menschen seien: „Wir müssen versuchen, authentische Beziehungen zu den von uns gewählten Politikern zu entwickeln statt diese immer nur dann zu kontaktieren, wenn wir etwas Bestimmtes wollen.“

Die „Trust Factor“-Woche war ein voller Erfolg. Sie zeigte, was möglich ist, wenn mehrere Organisationen zusammenarbeiten und dass es wichtig ist, den Faktor Vertrauen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Und es war erst der Anfang, der Dialog über das Vertrauen geht weiter in Washington und wird sich auch in anderen Orten fortsetzen.

>> Weitere Informationen zur "Trust Factor"-Woche

 



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